Herzerwärmender Abschiedsgottesdienst im Spital Immenstadt

Ein Arm voll roter Rosen für Pfarrer Anton Siegel:

Fünfzehn Jahre lang war Pfarrer Anton Siegel als katholischer Geistlicher der Pfarrgemeinde eng mit dem Spital Immenstadt verbunden. Er war oft als Seelsorger im Haus, besuchte Bewohner am Krankenbett und Jubilare zu ihrem runden Geburtstag. Jede Woche feierte er einen Gottesdienst (und einmal monatlich einen ökumenischen Gottesdienst für Demenzerkrankte) in der Spitalkapelle. Zu beidem kamen nicht nur die Hausbewohner, sondern auch Menschen aus dem Städtle gerne und in großer Zahl. In der vergangenen Woche feierte Anton Siegel nun seinen letzten Gottesdienst im Spital, bei dem ihm die Einrichtungsleitung und die Besucher einen herzerwärmenden Abschied bereiteten.

Foto: Florian Adolf, der Leiter des Spital Immenstadt (links im Bild), überreichte einen Geschenkkorb an Pfarrer Anton Siegel. Credit: Hans-Jörg Greising

Am vergangenen Mittwochvormittag um 10 Uhr war die Kapelle im Spital der AllgäuPflege in Immenstadt bis auf den letzten Platz besetzt. Mehr als 50 Hausbewohner und Besucher aus dem Städtle feierten gemeinsam mit dem scheidenden Pfarrer Anton Siegel dessen letzten Gottesdienst im Hause. Denn Anton Siegel geht zum 1. September mit 70 Jahren – und nach 44 Jahren im Priesteramt - in den Ruhestand. Der gebürtige Isnyer zieht dann nach Bobingen. Sein Nachfolger ist Pfarrer Helmut Epp, der aus der Ostallgäuer Gemeinde Lengenwang stammt.

Der Leiter des Spitals, Florian Adolf und sein Kollege Hans-Jörg Greising (Leiter der Alltagsbetreuung), dankten Siegel zum Ende des Gottesdienstes für sein langjähriges, herzliches Wirken im Haus. Ihm seien das Spital und seien Bewohner stets am Herzen gelegen und er sei gerne hierhergekommen, entgegnete Siegel. „Im Pfarrbüro bin ich oft Verwaltungsangestellter. Aber hier im Spital konnte ich einfach nur Priester und Seelsorger sein.“ Er lobte seinerseits die gute Zusammenarbeit und große Unterstützung, die er seitens der Heimleitung und der Mitarbeitenden bei seiner Arbeit erfahren habe. Dies habe sich unter anderem in der Tatsache gezeigt, dass immer dafür gesorgt wurde, Bewohnern, die am Gottesdienst teilnehmen wollten, dies auch zu ermöglichen. „So etwas ist keine Selbstverständlichkeit, aber davon lebt das Ganze.“ Als herausragende Besonderheit würdigte er überdies die Tatsache, dass beim Neubau des Altenheimes eine solch große Kapelle eingeplant worden war. „Diese ist für die Bewohner ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens hier im Haus.“ Wie wichtig, zeige die Tatsache, dass die Gottesdienste immer sehr gut besucht seien. Auch viele Mitmenschen aus der Bevölkerung fanden – nicht zuletzt aufgrund der sehr günstigen, zentralen Lage - oft den Weg hierher. Das habe zu einem schönen Miteinander und persönlichen Kontakten geführt.

Zum Abschluss gab es dann noch eine kleine Überraschung: Florian Adolf und Hans-Jörg Greising hatten mehrere Dutzend Rosen besorgt und an die Bewohner, die am Gottesdienst teilnahmen, verteilt. Beim Hinausgehen übergaben sie diese als Geste des Dankes an Pfarrer Siegel.
Ein Hinweis: Die Gottesdienste im Spital Immenstadt finden künftig nicht mehr am Mittwoch, sondern immer dienstagvormittags ab 10 Uhr statt.