AllgäuPflege organisiert Fachtag zum neuen Pflege-TÜV

Am vergangenen Mittwoch (17.April 2019) fand in München ein Fachtag für die Mitglieder der Kommunalen Altenhilfe Bayern e.V. (KAB) statt. Thema waren die neuen staatlichen Anforderungen an die stationäre Altenpflege - der sogenannte neue „Pflege-TÜV“, der Ende des Jahres eingeführt werden soll. Organisiert hatte das Fachevent Verena Fedtke von der AllgäuPflege in Sonthofen. Sie konnte den Urheber der Qualitätsindikatoren als Redner verpflichten.

Foto: Thomas Rüger

Das bekannte System zur Ermittlung der Pflegequalität in stationären Altenpflege-Einrichtungen wird Ende des Jahres auf völlig neue Beine gestellt. Anstelle der Benotung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) rückt dann eine komplexe Qualitätsprüfung anhand zahlreicher vorgegebener Indikatoren. Für die Träger der Einrichtungen bedeutet das neue System einen enormen Mehraufwand in Form von Prozessanpassungen, Softwareoptimierung und Personalschulung. Die Mitglieder der Kommunalen Altenhilfe e.V. Bayern tauschten sich nun mit Top-Experten über dieses zentrale Thema aus.
Verena Fedtke war es gelungen, mit Prof. Klaus Wingenfeld und Prof. Ronald Richter zwei führende Köpfe in der deutschen Pflegeszene als Referenten für den Fachtag der KAB zu gewinnen. Prof. Klaus Wingenfeld ist Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Bielefeld. Er hat das neue Konzept Qualitätsindikatoren entwickelt und stellte es den 55 Geschäftsführern, Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen aus kommunalen Pflegeeinrichtungen in Bayern vor. Prof. Ronald Richter ist Jurist und Professor für Sozialrecht und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Hamburg. Er beleuchtete das neue Prüfverfahren aus juristischer Sicht.

„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und ich bin stolz, dass ich beide an einen Tisch bekommen konnte“, so Verena Fedtke. „Die Teilnehmer waren sehr zufrieden, haben sie doch aus erster Hand die Informationen bekommen, die sie ab diesem Jahr dringend benötigen.“