Generationswechsel vollzogen

Wer als Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben will, braucht einen kompetenten Mitarbeiterstamm und junge Nachwuchskräfte, die in der Lage und willens sind, Führungspositionen zu übernehmen. Bei der AllgäuPflege bereitet man den Generationswechsel bereits seit mehreren Jahren mit viel Weitsicht von langer Hand vor.

Von links nach rechts: Ulrich Gräf (Geschäftsführer AllgäuPflege gGmbH), Martin Mohr (Bildungsreferent), Rebecca Kaiser (Marketing), Verena Fedtke (Strategische Beraterin der GeschäftsleitungFoto: Sabrina Noelte

Wie die AllgäuPflege die Führungskräfte von morgen gewinnt

„Wir begleiten und fördern unsere jungen, engagierten Mitarbeitenden über Jahre. So wachsen diese in die Fähigkeit hinein, Schlüsselpositionen zu übernehmen. Sie sind unsere Führungskräfte von morgen, denen wir voll und ganz vertrauen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das von unschätzbarem Wert“, sagt Verena Fedtke, die Strategische Beraterin der Geschäftsleitung der AllgäuPflege. Sowohl in den stationären Einrichtungen als auch in der zentralen Verwaltung sei der Stabswechsel auf diese Weise bereits in die Wege geleitet (und zum Teil auch schon vollzogen) worden.
Zu den Nachwuchsführungskräften im Bereich der Verwaltung gehört Nicole Hillenbrand. Die 31-Jährige hat ihr Studium der Gesundheit- und Sozialwirtschaft mit einem Master of Arts abgeschlossen und arbeitet im Zentralen Qualitätsmanagement in Sonthofen. Ihre 27-jährige Kollegin Rebecca Kaiser absolvierte bereits während ihres BWL-Studiums ein mehrmonatiges Praktikum bei der AllgäuPflege im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Nach ihrem Studienabschluss trat sie hier ihre Festanstellung an und übernimmt dabei zunehmend Verantwortung. Martin Mohr (34) gehört dem Unternehmen schon seit fünf Jahren an. Sein Weg begann als stellvertretende Pflegedienstleitung. Heute ist er Bildungsreferent der AllgäuPflege mit Verantwortung für die Bereiche Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Alle drei Genannten seien Angehörige der so genannten „Generation Y“, erklärt Verena Fedtke, also junge Leute, die im Zeitraum der frühen 1980er bis späten 1990er Jahre geboren wurden. „Sie stellen andere Ansprüche an ihren Beruf“, weiß sie. Von großer Wichtigkeit sei für die jungen Arbeitnehmer dieser Generation etwa die Work-Life-Balance, also das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Privatleben. „Dem begegnen wir mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Zudem bemühen wir uns um ein gutes Betriebsklima, indem wir einen wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe pflegen und das kollegiale Gemeinschaftsgefühl unterstützen, beispielsweise durch Team-Events. Einen großen Stellenwert nimmt die individuelle Förderung unserer Mitarbeitenden ein. Gerade in dieser Altersklasse erleben wir den Wunsch nach Weiterbildung und beruflichem Weiterkommen als außerordentlich groß, mitunter geht das auch mit ungewöhnlichen Ideen einher. Über dieses Engagement freuen wir uns sehr und unterstützen es in aller Regel so gut es geht. Bei alldem kommt uns entgegen, dass die Vertreter der Generation Y ganz besonderen Wert auf die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit legen. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Tätigkeit gerne und motiviert ausgeübt wird. Gerade in unserem Berufsfeld ist diese Sinnhaftigkeit klar und deutlich zu erkennen und die Motivation, gemeinsam das Beste für die Betreuten Senioren zu erreichen, ist enorm hoch.“ In den kommenden Jahren stehen bei der AllgäuPflege personelle Veränderungen an, da einige Personen in verantwortlichen Positionen in den verdienten Ruhestand gehen werden. Verena Fedtke: „Diesem Wechsel können wir nun ohne Sorge entgegensehen.“