Traumberuf Praxisanleiterin in der Altenpflege

„Wer sich dazu entschließt, in der Altenpflege zu arbeiten, verdient Anerkennung - und er verdient eine gute Ausbildung“, findet Christine Felder. Die examinierte Altenpflegerin und Fachkraft für gerontopsychiatrische Pflege weiß, wovon sie spricht. Seit vier Jahren arbeitet sie bei der AllgäuPflege. Trotz Familie und Vollzeitjob hat sich die junge Frau entschlossen, die zeitintensive Weiterbildung zur Praxisanleiterin zu absolvieren.

Verena Fleischer, stellvertretende Geschäftsführerin der AllgäuPflege (rechts im Bild) gratuliert Christine Felder zur bestandenen Praxisanleiterprüfung. Foto: Sylvia Lorenz. AllgäuPflege gGmbH

Christine Felder von der AllgäuPflege über Sinn und Nutzen ihrer Weiterbildung

Christine Felder engagiert sich schon seit Jahren in der Ausbildung der Altenpflegeschüler und -schülerinnen der AllgäuPflege. „Die war mir immer schon eine Herzensangelegenheit“, sagt sie. „Durch die Weiterbildung zur Praxisanleiterin kann ich mich dieser schönen Aufgabe jetzt noch stärker widmen.“ 200 Unterrichtsstunden dauerte die berufsbegleitende Ausbildung an der Altenpflegeschule in Kempten. Die Inhalte des Kurses umfassten unter anderem Grundlagen der Didaktik und Methodik, Lernpädagogik in der Erwachsenenbildung, Einarbeitungsorganisation, Zeitmanagement, Berufsethik und Gesprächsführung, wie auch rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen der Ausbildung. Hinzu kamen 16 Stunden Hospitation, zwei theoretische Prüfungen, eine Projektarbeit sowie eine Abschlusspräsentation. „Ich empfand das durchaus als Herausforderung neben Beruf und Familie“, gibt Christine Felder zu. „aber das war es mir absolut wert.“ Ein wichtiger Aspekt, der sie zu der Ausbildung bewogen habe, sei die neue, generalistische Pflegeausbildung gewesen, die der Gesetzgeber ab 2020 einführt. Auf die damit einhergehenden Anforderungen sei sie nun gut vorbereitet.
Zu den möglichen Aufgabenfeldern in der Praxisanleitung gehört neben der Vermittlung von theoretischen und praktischen Kenntnissen, Erfahrungen und Wissen auch das Erstellen von Einarbeitungskonzepten und von Rahmenplänen für die praktische Ausbildung, die Unterstützung der Teamentwicklung sowie das Setzen von Lernimpulsen für alle Mitarbeiter. Denkbar ist auch die Erschließung von Kooperationen zu anderen Ausbildungsbetrieben. „Mein grundsätzliches Anliegen ist es, eine individuelle, auf die einzelnen Lerntypen abgestimmte, praxisbezogene Ausbildung zu gewährleisten, bei der die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit der Praxis gelingt“, erklärt Christine Felder.
Sie hofft, dass sich in Zukunft wieder mehr Menschen für einen Beruf in der Altenpflege entscheiden. „Auch wenn es nicht immer einfach ist, Tag für Tag für andere Menschen da zu sein, sich um deren Probleme zu kümmern und oftmals die tröstende Schulter zu sein, hat der Beruf sehr viele schöne Seiten. Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Auszubildenden diesen fundiert erlernen können.“ Die Kosten für die Weiterbildung trug die AllgäuPflege. „Wir sind der Meinung, wer gutes Personal möchte, braucht gute Ausbilder. Daher unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, die sich fortbilden möchten, so gut es geht“, betont Verena Fleischer, die stellvertretende Geschäftsführerin der AllgäuPflege. „Indem wir die Weiterbildung zum qualifizierten Praxisanleiter fördern, entlasten wir überdies unsere Pflegedienstleitungen, die ja die ausbildungsverantwortlichen Fachkräfte darstellen. Das hat sich für alle Beteiligten sehr gut bewährt.“